Warum Sie Ihren Rasen richtig düngen sollten

Ein gesunder, kräftiger Rasen braucht Nährstoffe – und die bekommt er am effizientesten durch gezielte Düngung. Doch Dünger ist nicht gleich Dünger. Welche Unterschiede gibt es, worauf sollten Sie achten, und wie düngen Sie Ihren Rasen optimal? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen!

Inhaltsverzeichnis
  1. Ist Dünger gleich Dünger?
  2. Was bedeuten die Angaben auf dem Dünger?
  3. Wann braucht der Rasen welchen Dünger?
    1. Frühjahrsdüngung (Mitte Mai)
    2. Sommerdüngung
    3. Herbstdüngung
    4. Extra-Tipp: Rasenpflege mit Eisen
  4. Wichtige Hinweise zur Düngerausbringung

Ist Dünger gleich Dünger?

Nein! Dünger gibt es in unterschiedlichen Zusammensetzungen, die auf die Bedürfnisse verschiedener Pflanzen abgestimmt sind. Auch Kompost zählt als natürlicher Dünger – er besteht aus organischem Material, das von Mikroorganismen und Insekten zersetzt wurde. Doch auch hier gibt es verschiedene Arten, die sich in ihrer Anwendung unterscheiden.


Was bedeuten die Angaben auf dem Dünger?

Auf jedem Dünger finden Sie die drei wichtigsten Nährstoffe in Form der NPK-Werte:

  • N (Stickstoff): Fördert das Wachstum und sorgt für ein sattes Grün.
  • P (Phosphat): Unterstützt die Wurzelbildung.
  • K (Kalium): Stärkt den Rasen und macht ihn widerstandsfähiger – besonders wichtig bei Neuaussaaten und Herbstdüngung.

Wann braucht der Rasen welchen Dünger?

Gärtner folgen der Faustregel 30-40-30 – das sind die empfohlenen Gramm Dünger pro Quadratmeter im Jahresverlauf. Dabei sollte die Gesamtmenge 100 g/m² pro Jahr nicht überschreiten.

Frühjahrsdüngung (Mitte Mai)

Zum Saisonstart braucht der Rasen vor allem Stickstoff. Ideal ist ein Dünger mit einem hohen N-Wert (z. B. 30+5+6). Empfohlen werden 30 g/m², was sich einfach per Hand ausbringen lässt: Eine Handvoll Dünger entspricht etwa 20–30 g. Wer sicher gehen will, kann dies mit einer Waage testen. Wichtig ist, die Rasenfläche vorher genau auszurechnen, um die richtige Menge zu bestimmen.

Tipp: Verteilen Sie den Dünger in zwei Durchgängen – einmal längs, einmal quer – für eine gleichmäßige Abdeckung. Am Rand vorsichtig streuen, damit nichts auf Platten oder Beete gelangt.

Sommerdüngung

Im Sommer benötigt der Rasen eine weitere Stickstoffgabe: 30 g/m². Sie können denselben Dünger wie im Frühjahr verwenden. Ein bewährtes Produkt ist der Beckmann Rasendünger Economic mit Langzeitwirkung (30+5+6).

Herbstdüngung

Jetzt geht es nicht mehr um Wachstum, sondern um Winterhärte. Verzichten Sie auf stickstoffreiche Dünger! Stattdessen benötigt der Rasen viel Kalium, um die Wurzeln zu stärken. Ideal ist ein Herbstdünger wie Beckmann Rasendünger 6+5+12 mit niedrigem Stickstoff- und hohem Kaliumgehalt. Die empfohlene Menge bleibt bei 30 g/m².


Extra-Tipp: Rasenpflege mit Eisen

Erscheint Ihr Rasen trotz Düngung nicht sattgrün? Dann kann Eisendünger helfen. Doch Vorsicht: Vor der Düngung sollte der Rasen vertikutiert und mit Regenerationssamen nachgesät werden. Erst dann bringt das Eisen die gewünschte Tiefenfärbung.


Wichtige Hinweise zur Düngerausbringung

  • Nach dem ausbringen von Dünger ohne Ummantelung sollte es regnen, sonst besteht die Gefahr, dass der Rasen verbrennt. Alternativ kann mit Bewässerung nachgeholfen werden.
  • Ummantelter Dünger benötigt keine direkte Bewässerung, da er langsamer freigesetzt wird.
  • Achtung bei Kindern und Hunden: Der Rasen sollte kurzzeitig gesperrt werden, um eine Verteilung des Düngers im Haus oder eine Aufnahme durch Tiere zu vermeiden.
  • Nachhaltigkeit beachten: Ummantelter Dünger enthält Plastik, was Mikroplastik im Boden verursacht. Zudem wird dieser in den kommenden Jahren verboten werden.

Fazit: Mit der richtigen Düngestrategie wird Ihr Rasen das ganze Jahr über kräftig, widerstandsfähig und sattgrün – ohne unnötige Belastung für Umwelt und Boden.

Kommentare

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von RICSOL

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen